Eine kitschige Liebesgeschichte hat Tiffany zum Bloggen verholfen, denn auf Reisen hat sie ihren Freund Brendan, einen Reiseblogger, kennengelernt und das Blogger Leben ging los. Tiffany ist stets auf der Suche nach unbekannten und versteckten Orten und Plätzen, abseits der hochtouristischen Gebiete und auch ihre Leser möchte sie dazu motivieren, einen Sprung aus der Komfortzone zu wagen. Tiffanys Reiseblogger Highlights? “Die Köchin auf Bali, deren Nasi Campur bei jedem Besuch billiger und schlussendlich gratis wurde. Bergtrekking mit Eseln. Geschichten von ehemaligen Flüchtlingen in Bosnien zu hören.” Mehr über Tiffany und ihr Blogger- und Reiseleben kannst du  im folgenden Interview erfahren:

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Tiffany bei ihrer Fotoausstellung in Muscat, Oman

1. Seit wann bloggst du schon?

Ich blogge seit August 2013 auf meinem eigenen Blog World Meets Girl, habe aber zuvor diverse Blogs anderer Reiseunternehmen mit Inhalten versorgt.

2. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Dahinter steckt einerseits die übliche „ich hab meinen Bürojob gehasst“ – Story, aber auch eine oberkitschige Liebesgeschichte. Ich war mit der Uni fertig und konnte mich mit meinem öden Bürojob im Marketing einfach nicht anfreunden. Ich habe dann gekündigt, kurz mit dem Gedanken gespielt an der Uni noch einen weiteren Abschluss anzuhängen und dann das gemacht, was ich immer tat wenn ich nicht mehr weiter wusste: ich ging auf Reisen. Auf einer Sanddüne in Namibia habe ich dann meinen Freund Brendan kennengelernt, seines Zeichens ebenfalls Reiseblogger, der mich dann schnell von den Vorteilen des Nomadenlebens überzeugt hat. Schlussendlich hat sich dann einfach alles zusammengefügt und ich bin froh, dass ich es geschafft habe, das Bloggen zum Beruf zu machen.

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Tiffany in Mati Si, China

3. Wo/wie lässt du dich inspirieren?

Einige Inspirationen kommen sicherlich von anderen Bloggern, mit denen ich mich gerne austausche und deren Reiseabenteuer ich auch fleissig lese wenn es die Internetverbindung erlaubt. Viel Inspiration kommt jedoch auch aus der Natur. Ich mag grundsätzlich die obertouristischen Regionen und Grossstädte nicht besonders und versuche immer, Destinationen abseits des ausgetrampelten Touristenpfades ausfindig zu machen. Das hilft nicht nur mir Ruhe zu bewahren, sondern hilft den Lesern auch mehr über die unbekannteren Örtchen und Naturschätze zu erfahren, die man sonst nicht so einfach entdecken würde. Ich möchte die Leser dazu motivieren, eben nicht nur auf Ko Phi Phi am Strand zu liegen, sondern sich aus der Komfortzone zu begeben und Abenteuer zu erleben.

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Zwei Frauen in traditionellen Kleidern in Al Hamra, Oman

4. Was bedeutet das Bloggen für dich?

Bloggen bedeutet für mich eine Balance zwischen guten Inhalten, Fotos und Tutorials. Ich möchte den Lesern nicht nur spannende Reisegeschichten erzählen, sondern auch wichtige Infos vermitteln, meine eigenen Erfahrungen weitergeben und den Leuten durch Fototutorials die Fotografie näher bringen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Ehrlichkeit. Für mich ist nicht jede Destination „Friede, Freude, Eierkuchen“. Wenn mir etwas nicht gefällt oder ich Verbesserungspotential sehe, teile ich den Lesern das auch mit.

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Der Crescent Lake in der Wüste bei Dunhuang, China

5. Dein aufregendster Blogger Moment?

Es sind die vielen, kleinen Momente, die für mich am aufregendsten sind und mir immer wieder neue Motivation verschaffen: Die Köchin auf Bali, deren Nasi Campur bei jedem Besuch billiger und schlussendlich gratis wurde. Bergtrekking mit Eseln. Eine farbige, augenkrebsverursachende Cao Dai Zeremonie in Tay Ninh. Geschichten von ehemaligen Flüchtlingen in Bosnien zu hören. Als ich in einem Beautysalon Aqaba spontan ein komplettes jordanisches Makeover erhielt. Die Sterne über Petra zu sehen. Meine erste Fotoausstellung im Opernhaus in Muscat. Das Gelächter der Massai in Tansania, als ich mich mit Händen und Füssen zu einer Farm durchfragen wollte, nur blanke Blicke erntete und schlussendlich wie eine Kuh muhen musste. River Rafting, Skydiving, Safari’s und Tauchen. Und natürlich jeder Kommentar und jedes Email von Lesern, denen ich helfen konnte, die mir jeweils immer den Tag versüssen und mir bestätigen, dass sich der ganze Aufwand eben doch lohnt.

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Cao Dai Zeremonie in Tay Ninh, Vietnam

6. Dein Lieblingsort/Reiseziel?

Meine zwei Lieblingsreiseziele sind ganz klar Namibia und Südafrika. Diese Länder haben mich vor allem durch die Nationalparks, die Wildtiere und die beeindruckenden Landschaften in den Bann gezogen. Die Menschen in Afrika sind grundsätzlich auch unglaublich fröhlich, was sehr erfrischend und einfach nur ansteckend ist. Die letzten zwei Monate habe ich in China verbracht und das Land ist schnell ebenfalls ganz nach oben auf der Liste meiner Lieblingsländer gewandert. China hat mich extrem herausgefordert, nicht nur wegen der ausgeprägten Sprachbarriere und vieler Frustrationen, sondern auch wegen meiner eigenen Einstellung gegenüber der vielen Konflikte zwischen den Han Chinesen und den Minderheiten. Schlussendlich hat das Land jedoch so viel zu bieten, vom Zhangjiajie National Forest Park, der als Inspiration für die Hallelujah Berge in Avatar diente, über die Regenbogenberge in Zhangye bis hin zu Oasen in der Wüste, den Karstlandschaften in Guilin und buddhistischen Klöstern an der Grenze zu Tibet. Ein weiterer Favorit ist Jordanien, das mich mit seinen köstlichen Beduinenbroten und der beeindruckenden Felsenstadt Petra in den Bann gezogen hat.

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Die Regenbogenberge in Zhangye, China

7. Dein Lieblingsessen?

Zwei Wörter: Bun Cha. Dieses Vietnamesische Streetfood erfreut sich besonders in Hanoi grosser Beliebtheit und kann eigentlich nur als Barbecue in einer Suppe aus Nudeln und frischen Kräutern beschrieben werden. Tönt komisch, ist jedoch unglaublich lecker und ich spiele regelmässig mit dem Gedanken nach Vietnam zurückzukehren, nur um meine Essstäbchen wieder in dieses Gericht tauchen zu können. Ja und dann gibt’s da noch den berüchtigten Spicy Papaya Salad aus Thailand, bei dem ich aufgrund der Schärfe regelmässig Rotz und Wasser heule, es aber trotzdem nicht lassen kann noch ein paar extra Chilis reinzuhauen und ihn täglich zu essen wenn ich im Land bin. Und Sushi natürlich, oh Mann ich liebe Sushi.

8. Wo du unbedingt noch hinreisen möchtest?

Da die Fotografie ein grosser Teil meines Blogs ist, bin ich natürlich immer auf der Suche nach neuen Naturschönheiten, aufregenden Aussichten und beeindruckenden Landschaften. Bald geht es für mich nach Island, womit ich mir einen schon lange gehegten Fotografentraum erfülle. Ansonsten steht da noch die Antarktis ganz oben auf meiner Liste, denn sind wir mal ehrlich, was gibt es besseres als süsse Pinguine und Eisberge? Schlussendlich lasse ich mich aber einfach treiben und reise dahin, wo mich das Leben und die Kamera hinführt.

Auch im Social Media ist Tiffany von World Meets Girl super aktiv – folgst du ihr schon? Instagram, Facebook, Twitter, Google+, Pinterest

Wenn du auch gerne mal vorgestellt werden möchtet, schreib uns eine Email an blogstars@boomads.com und bewirb dich für ein Interview auf unserem TRAVELBOOK BlogStars Blog – wir freuen uns schon drauf!